Unser Répertoire




uf unseren Gastspielen versuchen wir dem Publikum immer einen möglichst authentischen Einblick in die höfische Tanzkultur des 17. und 18. Jahrhunderts zu vermitteln. Deshalb halten wir uns bei der Rekonstruktion der Tänze gestreng an die überlieferten Quellen. Dabei liegt unser besonderes Interesse auf der Zeit von ca. 1680 bis etwa 1750. Glücklicherweise, ist speziell aus dieser Epoche ein reichhaltiger Fundus an Tanzschriften erhalten und überliefert. Somit ist es uns möglich, unser Répertoire recht interessant und abwechslungsreich zu gestalten. Nachfolgend noch einige Erläuterungen zu den verschiedenen Tänzen...





Paartänze: Wie der Name schon andeutet, sind dies Tänze, hauptsächlich für ein einzelnes Paar, meist Herr und Dame. Es gibt aber auch Choreographien für zwei Damen oder zwei Herren. Paartänze sind eher etwas für geübtere Tänzer, da hier gute Technik und das Zusammenspiel mit dem Tanzpartner eine grosse Rolle spielen. Das Paar bewegt sich dabei im Raum auf vorgegebenen Wegen und präsentiert sich vor dem Herrscher bzw. dem Publikum. Besonders am Hofe Ludwig XIV. gehörten diese Tänze zur höfischen Etikette. Beispiele für Paartänze sind die Bourrée, die Gigue, die Sarabande, der Rigaudon, die Courante, das Menuett und andere...



Contredanses: Bei diesen Tänzen agieren meistens viele Paare gemeinsam in langen Reihen (Gassen) gegenüberstehend. Man tanzt sich mit seinem Partner in der Gasse ab- bzw. aufwärts. Da es hierbei zu vielen Wechseln unter den Tanzpaaren kommt und der Tanz erst endet, wenn die Musik verklingt, sind diese Tänze sehr gesellig und erheiternd. Nicht zuletzt deswegen haben sich die 'Contredanses' rasch an allen europäischen Höfen durchgesetzt. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich die 'Altenglischen Country Dances' (Playford Tänze). Weiterhin gibt es aber auch noch verschiedenste figurierte Tänze für eine bestimmte Anzahl an Tanzpaaren bzw. Tänzer/innen...



Bühnentänze: Der barocke Bühnentanz ist die "Königsklasse" im Barocktanz und somit eigentlich nur etwas für professionelle Tänzer. Die Choreographien sind meist sehr anspruchsvoll und setzen eine sehr gute Technik und Körperbeherrschung voraus. Die Tänze stammen vornehmlich aus Opern oder Theaterstücken der Zeit und rahmten das Geschehen auf der Bühne auch inhaltlich ein. Dabei verkörperten die Tänzer meist Figuren wie Hirten, Nymphen oder Götter. Aus dem barocken Bühnentanz entwickelte sich im Laufe der Zeit das heutige Ballett. Einen kleinen Einblick, mit etwas weniger komplizierten Beispielen dieser Tanzkunst, können wir dem Publikum dennoch gewähren...



Naturlement maßen wir uns keinen Anspruch auf Perfektion und Unfehlbarkeit bei unseren Darbietungen an, denn keines unserer Mitglieder hat eine professionelle Tanzausbildung absolviert. Nur Dank unseres verehrten Tanzmeisters und mit viel Herz und Liebe für das Thema 'Barocktanz', gelingt es uns dennoch immer wieder ein beeindrucktes und erfreutes Publikum zu hinterlassen...